Zwetschge im Gin – wie LUPUS seine Fruchtigkeit bekommt

Zwetschge im Gin – wie LUPUS seine Fruchtigkeit bekommt

Zwetschgen sind kein typisches Gin-Botanical. Wacholder, Koriander, Angelikawurzel – das ist der klassische Kern. Zwetschgen kommen in den meisten Rezepturen gar nicht vor. Bei unserem ORIGIN LUPUS ist die Zwetschge aber das prägende Merkmal, das den Gin zu dem macht, was er ist. Wie das funktioniert und warum wir uns genau für diese Frucht entschieden haben, steckt hinter einer Entscheidung, die sehr viel mit dem Ort zu tun hat, an dem wir brauen und brennen.

Warum die Zwetschge an die Bergstraße gehört

Die Bergstraße ist eine der klimatisch begünstigten Gegenden Deutschlands. Das milde Klima sorgt dafür, dass hier Obstbäume früh blühen und spät tragen. Zwetschgen, Mirabellen, Kirschen – der Anbau hat in dieser Region eine lange Geschichte, und die Früchte haben durch die Bedingungen eine Reife und Aromatik, die sich von Früchten aus nördlicheren Regionen deutlich unterscheidet.

Wir sind in Weinheim an der Bergstraße ansässig. Wenn wir uns fragen, welche Frucht in einen Gin gehört, der hier entstanden ist, ist die Antwort nicht weit: die Zwetschge. Sie ist präsent, sie ist regional, und sie bringt ein Aromaprofil mit, das sich sehr gut in ein Gin-Destillat übertragen lässt – rund, reif, mit einer leichten Pflaumensüße und dezenter Herbheit.

Wie ein Frucht-Botanical in den Gin kommt

Frische Früchte lassen sich nicht einfach so in einen Destillationsgang werfen. Der hohe Wasseranteil und die Zuckerstruktur verändern den Destillationsprozess in einer Weise, die schwer zu kontrollieren ist. Deshalb werden Früchte in der Regel getrocknet oder auf andere Weise vorbereitet, bevor sie als Botanical eingesetzt werden.

Die Trocknung konzentriert die Aromen erheblich – ein getrocknetes Stück Zwetschge enthält eine weitaus höhere Aromadichte als die frische Frucht. Gleichzeitig verändert die Trocknung das Aromabild: Es wird wärmer, tiefer, weniger frisch-fruchtig und mehr in Richtung reife Feige oder Pflaume mit leicht karamelligen Untertönen. Genau das wollten wir für den ORIGIN LUPUS.

London Dry Gin – ORIGIN Gin aus der Woinemer Hausbrauerei

Was die Zwetschge mit dem restlichen Gin-Profil macht

Der LUPUS ist kein Fruchtlikör und kein Zwetschgenbrand. Wacholder, Koriander und die klassischen Gin-Botanicals sind nach wie vor vorhanden – die Zwetschge ergänzt, sie ersetzt nicht. Was sie tut: Sie gibt dem Gin eine Weichheit in der Mitte, einen runden Übergang zwischen dem frischen Wacholdereinstieg und dem Abgang.

Wer Gin bisher als zu herb oder zu trocken empfunden hat, wird im LUPUS oft überrascht. Nicht, weil er süß ist – das ist er nicht wirklich –, sondern weil die Zwetschgen-Note einen Gegenpol zur Wacholderherbheit bildet, der den Gesamteindruck ausgewogener macht.

Das passende Tonic: Pflaume zu Pflaume

Weil wir die Aromatik des LUPUS genau kennen, haben wir das passende Tonic Water gleich mitentwickelt. Das Pflaumen Tonic Water greift die Fruchtigkeit des LUPUS auf und trägt sie weiter, anstatt ihr entgegenzuarbeiten. Das Ergebnis ist ein Gin Tonic, der stimmiger ist als bei vielen Standard-Kombinationen.

Wer beide ORIGIN-Gins im Direktvergleich ausprobieren möchte, findet das ORIGIN SET mit beiden Flaschen und den dazu gehörigen Tonic Waters. Und mehr zur Geschichte hinter ORIGIN – inklusive der Idee, mit regionalen Botanicals zu arbeiten – findet ihr auf woinemer-origin.de.

Die Zwetschge im LUPUS ist kein Zufall und kein Trend. Sie ist eine bewusste Entscheidung für etwas, das uns an der Bergstraße umgibt – und das in einem Gin sehr gut aufgehoben ist.