Gin aus der Region – was den Weinheimer ORIGIN vom Rest unterscheidet
Es gibt in Deutschland inzwischen sehr viele Gins. Seit der Craft-Gin-Boom richtig Fahrt aufgenommen hat, entstehen ständig neue Destillerien, neue Marken, neue Etiketten. Manche davon sind sehr gut. Viele sind Mittelfeld. Und ein Teil ist schlicht das Ergebnis davon, dass jemand Alkohol gekauft, ein paar Botanicals eingelegt und schnell eine Flasche mit Story-Etikett abgefüllt hat. Was den ORIGIN von Woinemer davon unterscheidet, ist keine Marketingfrage – es ist eine Frage der Herkunft.

Was „regional“ beim Gin wirklich bedeutet
Regionalität beim Gin ist ein Begriff, der manchmal sehr locker verwendet wird. Manche Hersteller destillieren in einer Region, kaufen aber alle Zutaten aus dem Industriehandel. Andere lassen in einer großen Lohnbrennerei produzieren und kleben ein regionales Etikett drauf. Das ist nicht zwangsläufig schlecht, aber es ist auch keine echte regionale Verankerung.
Bei ORIGIN ist das anders. Unsere Gin-Linie entsteht in derselben Adresse, in der auch unser Bier gebraut wird – in der Friedrichstraße in Weinheim. Die Brennanlage steht in unserem Haus, wir destillieren selbst und kennen jede Charge persönlich. Das ist der erste Unterschied: Produktion und Verantwortung liegen an einem Ort.
Weinheim als Heimat: Was das ins Glas bringt
Weinheim liegt an der Bergstraße, einer Gegend, die seit Jahrhunderten für frühen Weinbau und Obst- und Kräuteranbau bekannt ist. Das spiegelt sich in der Pflanzenwelt wider – Zwetschgen, Mirabellen, Quitten, Kräuter wachsen hier unter milden klimatischen Bedingungen, die der Region einen fast südlichen Charakter geben.
Beim ORIGIN LUPUS haben wir diese Herkunft direkt ins Destillat übertragen. Die Zwetschge als prägendes Botanical ist keine zufällige Wahl – sie ist die Frucht, die an der Bergstraße seit Generationen angebaut wird und ein unverkennbares Aromabild hat. Ein Gin, der das aufgreift, hat eine Identität, die über das Etikett hinausgeht.
Das Perkolationsverfahren als Qualitätsentscheidung
Qualität hat auch mit Methode zu tun. Wir destillieren den ORIGIN IBIS im Perkolationsverfahren – einem der aufwändigsten Destillierverfahren für Gin. Dabei wird der Alkoholdampf durch die Botanicals geleitet, statt sie einzuweichen. Das Ergebnis ist ein saubereres Destillat mit feineren Aromen – und es kostet deutlich mehr Zeit und Aufwand als die Standardmethode.
Diese Entscheidung ist ein Zeichen dafür, wie wir über ORIGIN denken: nicht als schnelles Nebenprodukt der Brauerei, sondern als eigenständiges Handwerk, das die gleiche Sorgfalt verdient wie unser Bier.

Die eigenen Tonic Waters: Konsequenz statt Zufall
Dass wir eigene Tonic Waters entwickelt haben, ist kein Gimmick. Es ist die logische Fortsetzung des Ansatzes: Wer seine Botanicals kennt, weiß auch, was das Tonic leisten muss. Das Rosmarin-Tonic zum IBIS und das Pflaumen-Tonic zum LUPUS wurden speziell auf die jeweiligen Gin-Profile abgestimmt. Man kann natürlich auch ein anderes Tonic nehmen – aber wer es einmal im direkten Vergleich probiert hat, kommt in der Regel zum passenden Set zurück.
Mehr über die Geschichte und Philosophie der ORIGIN-Linie findet sich auf woinemer-origin.de. Wer einen ersten Einstieg sucht, nimmt das ORIGIN SET – beide Gins, beide Tonic Waters, ein Paket.
Ein Gin aus Weinheim ist natürlich nicht automatisch ein guter Gin. Aber wenn hinter der Herkunft echtes Handwerk steckt – ein eigenes Verfahren, Botanicals mit Bezug zur Region, Destillation im eigenen Haus – dann ist Regionalität kein Marketingargument, sondern ein Qualitätsmerkmal.