Schnaps aus der Brauerei: Was hinter den Woinemer Bränden steckt

Schnaps aus der Brauerei: Was hinter den Woinemer Bränden steckt

Dass eine Brauerei auch brennt, überrascht manche. Dabei hat die Kombination aus Brau- und Brennhandwerk eine lange Tradition – und macht handwerklich viel Sinn. Was bei uns in der Woinemer Hausbrauerei aus dem Brennkessel kommt, ist jedenfalls kein Nebenprodukt.

Woinemer Logo auf einer Tür

Brauerei und Brennerei – warum das zusammengehört

Bier und Schnaps haben mehr gemeinsam als man denkt. Beide beginnen mit Getreide und Wasser. Beide brauchen Hefe zur Gärung. Der Unterschied: Beim Bier bleibt der vergorene Sud im Kessel und wird abgefüllt. Beim Brand wird das Vergärte destilliert – also auf seine flüchtigen Aromastoffe und den Alkohol reduziert.

Für eine Brauerei ist der Schritt zur Brennerei also kleiner als für einen Betrieb, der von null anfängt. Man kennt die Rohstoffe, man kennt die Gärung – man destilliert das, was man sowieso beherrscht. Diese Logik erklärt, warum viele handwerkliche Brauereien auch brennen.

Was bei uns aus der Brennerei kommt

Unsere Brennerei in Weinheim produziert vier verschiedene Destillate, die alle einen direkten Bezug zum Bier haben – das ist kein Zufall.

Der Bierbrand ist das direkteste Destillat: aus Bier gebrannt, mit den typischen Malznoten, die man auch im Bier findet. Klar, ehrlich, kein Rum und kein Whisky – Bierbrand ist sein eigenes Ding.

Der Hopfenkräuter ist ein Kräuterschnaps mit vierzig verschiedenen Kräutern. Nicht die alkoholisierte Zahnpasta, die man manchmal für Kräuterschnaps hält, sondern ein Digestif mit echter Tiefe. Vierzig Kräuter klingen nach viel – das ist auch viel, und man schmeckt es.

Der Mälzertrunk hat eine karamellige Note, die direkt ans Malz erinnert. Ein Schnaps, der sich zwischen Digestif und gutem Schlummertrunk bewegt.

Das Hopfenfeuer ist das Extremste im Sortiment: 54 Prozent, flambierbar, ohne Zusätze. Für alle, die wissen wollen, was ein Destillat am oberen Ende des Spektrums leistet – oder die Spektakel beim Dessert schätzen.

Wie man die Brände am besten genießt

Bierbrand und Mälzertrunk passen gut als Digestif nach einem Essen – leicht gekühlt, pur, in einem kleinen Glas. Der Hopfenkräuter kann kühl oder bei Zimmertemperatur serviert werden, je nach Vorliebe. Das Hopfenfeuer ist für besondere Momente: pur für Kenner, flambiert für Effekt.

Wer sich nicht festlegen will, bevor er kauft, kommt einfach bei uns im Restaurant vorbei und probiert. Alle vier gibt es dort auch glasweise.

Im Shop sind die Brände einzeln erhältlich: Bierbrand, Hopfenkräuter, Mälzertrunk und Hopfenfeuer.

Schnaps aus der Brauerei – bei uns ist das kein Marketing-Slogan, sondern die logische Fortsetzung dessen, was wir seit dem ersten Tag machen: ehrliches Handwerk in Weinheim.